Eine Naturhecke rundet den gesamten Garten ab. Sie kann, damit sie das übrige Bild des Gartens nicht stört, sowohl die Seitenlinien als auch die rückwärtige Linie entlang laufen. Dort stört sie woodbine-974016_640nicht, bildet nicht nur einen schönen Abschluss zu den Nachbarn und dem Feld. Sie bieten Lebensraum für Vögel, Insekten und Kleintiere. Zudem sehen sie schön aus. Doch ist es seltsam, dass trotz dieser Vorteile in sehr vielen Gärten Deutschlands eher Koniferen- und Thujahecken zu sehen sind. Auch der Kirschlorbeer ist sehr beliebt. Was aber stört an den Naturhecken?

Das Märchen von der „einfachen“ Hecke

Noch immer gibt es Stimmen, die behaupten, dass es sich bei Koniferen und auch Thuja um die einfachsten Heckenpflanzen handelt, die es gibt. Sie benötigen beide relativ wenig Platz, da die einzelnen Pflanzen nicht sonderlich ausladend sind. Zudem würden sie schneller wachsen als andere Heckenpflanzen. Und auch in ihnen könnten sich Vögel, Insekten und Kleintiere niederlassen.
Leider ist dies so nicht korrekt. Denn man findet hauptsächlich Amseln und vielleicht einige Marienkäfer in der Koniferenhecke. Mehr gibt es da nicht. Denn die Blätter der Konifere wirken wie ein Abwehrmechanismus. Des weiteren sondern sie ätherische Öle ab, die die meisten Tiere fernhalten. Glück für die Konifere.

Doch auch die Naturhecke ist eigentlich eine „einfache“ Hecke. Werden diese Bäume und Büsche gesetzt, wenn sie schon etwas größer sind, wie es bei den Koniferen und Thuja der Fall ist, wächst auch diese Hecke innerhalb einiger Jahre vollständig zu. Es ist ein Gerücht, dass sich hier eine lange Wartezeit ergeben würde. Zudem kommt es ja auch auf die Büsche an, die gesetzt werden. Haselnuss etwa wächst richtig schnell, ebenso der Holunder. Nebeneinander gepflanzt halten sie sich gegenseitig im Zaum, sodass keiner übermäßig viel Platz beansprucht.

Vögel, Insekten und Kleintiere werden förmlich von ihnen angezogen. Das Laub sorgt nicht nur für Nahrung für die Bäume selbst. Es dient auch verschiedenen Kleintieren und Insekten als Winterquartier.

Gibt es Unterschiede in der Heckenpflege?

Beide Heckenarten müssen definitiv gepflegt werden. Sie kann in Form eines Formschnitts ebenso vorgenommen werden wie ein einfacher Pflegeschnitt – Höhe und Breite. Der Aufwand hierfür ist ungefähr gleich.

Natürlich ist bei der Naturhecke darauf zu achten, dass sie nicht als Monokultur, sprich nur mit einer einzigen Baumart, gesetzt wird. Schöner ist es, verschiedene Arten miteinander zu vermischen. So sehen die Haselnuss, der Holunder und der Weißdorn zusammen sehr gut aus. Als Farbtupfer könnten noch Ebereschen und Buchen eingearbeitet werden. Eine Mischung, für die die Tiere den Gartenbesitzer einfach lieben werden.